Die Wechselwirkung von Chi (=Lebensenergie) und Blut

Die Beziehung von Blut und Chi ist von großer Bedeutung in der chinesischen Medizin. Dabei symbolisiert Blut das Yin Element und Chi das Yang Element. Yin, das Weibliche substantielle und Yang, das energetische Männliche. Das Blut nährt das Chi, das Chi bewegt das Blut. Blut fließt durch die Gefäße und Muskeln, Chi durch die Knochen und Meridiane (Energieleitbahnen des Körpers, auf denen die Akkupunktur-Punkte liegen).

Ausdruck von Chi und Blut im Körper

Ein gesundes, starkes Chi drückt sich durch starke Nägel und starkes Bindegewebe aus. Durch das Üben von Tai Chi wird die Energiezirkulation verstärkt und die Durchblutung verbessert. Durch den besseren Blutfluss werden die Organe verstärkt, mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Die Gewinnung von Chi aus Nahrung und Luft wird effizienter und es ist mehr Energie verfügbar.

Messbare Ergebnisse

Tai Chi und Qi Gong haben als Ansatz die Verbesserung der Energiezirkulation. Weil aber Blut und Lebensenergie untrennbar miteinander verbunden sind, verbessert sich damit sehr bald die Qualität des Blutes. Der Stoffwechsel wird effizienter, aufgenommene Nahrung besser verdaut. Einer meiner Schüler hat mir nach zweimonatiger Übungspraxis erstaunt berichtet, dass sich sein Blutbild erheblich verbessert hat. Der fast 70-jährige Mann geht regelmäßig zum Gesundheitscheck und bei der letzten Untersuchung zeigte sich diese erfreuliche Tatsache. Ein Beweis für die Wirksamkeit von Tai Chi schwarz auf weiß.

Praktische Umsetzung

Im Tai Chi nutzt man die Bänder und Sehnen, nicht nur die Muskelkraft um sich zu bewegen. Dadurch werden die Akkupunkturpunkte, die in diesen Geweben lokalisiert sind, aktiviert. Die Durchblutung wird verbessert, die Organe gestärkt. Sich so zu bewegen ist sehr effizient, denn die elastische Kraft der Bänder ist schier unerschöpflich. Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Die Muskeln arbeiten wenig und essen viel, die Bänder arbeiten viel und essen wenig“.

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