Muss Tai Chi schwierig sein?

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Ich würde die Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten, denn von nichts kommt nichts. Es ist notwendig dem gesamten Wesen ausreichend starke Impulse zu geben um  positive Veränderung zu erzielen. Die Bewegungen müssen der menschlichen Anatomie entsprechen. Jede Position sollte entspannt und komfortabel sein, aber zu Beginn empfindet man das sehr oft nicht so. Der Grund dafür sind die vielen Verkürzungen, Verklebungen und Blockaden, die unser Lebensstil mit sich bringt. Diese Unzulänglichkeiten des Körpers gilt es zu beseitigen. Die Tai Chi Formen sind ein Werkzeug dies zu erreichen. Mit der Zeit sollten jedoch lokale Spannungen in eine gesunde, gleichmäßige Körperspannung übergehen. Ist dem nämlich nicht so, sind die Bewegungen grundsätzlich nicht der menschlichen Anatomie entsprechend. Ich selber habe einmal so ein Tai Chi praktiziert und mir damit sogar einen leichten Leistenbruch zugezogen. Dies hätte ich verhindern können, hätte ich auf mein Bauchgefühl und nicht auf die Worte meines Lehrers gehört. Die Bewegungen müssen Körper und Geist fordern um Ergebnisse zu bringen, sollen ihn aber nicht lokal überbeanspruchen.

Hinterfragen was nicht stimmig ist

Mit Antworten wie „das ist wegen dem Chi“ sollte man sich nicht abspeisen lassen. Intuition und respektvolles Nachfragen sowie Hinterfragen sind hier angebracht. Die sorgfältige Auswahl des Lehrers und dem Tai Chi, das er lehrt, ist maßgeblich für den Erfolg. Der harmonisch mühelose Weg ohne die Komfortzone zu verlassen ist hingegen ein prächtiges Geschäft, das sich die nur allzu menschliche Tendenz Anstrengungen zu vermeiden zu Nutze macht. Tai Chi ist faszinierend und macht auch sehr viel Spaß, aber einfach ist es ganz sicher nicht. Tai Chi kann eine Fülle von positiven Veränderungen bewirken. Es ist eine Möglichkeit das Leben neu zu gestalten und macht für die Schulmedizin, oft nicht nachvollziehbar, unmögliches möglich.

Von der Schulmedizin aufgegeben

Es gibt viele Menschen, denen die Schulmedizin nicht helfen konnte, die mit Tai Chi erstaunliches erreicht haben. Ich hatte das Glück so jemanden in Toronto persönlich kennen zu lernen. Heidi Mckenzie erzählte mir ihre, so finde ich, sehr inspirierende Geschichte. Heidi hatte eine wenig erforschte Krankheit namens Fibromyalgie – eine entzündliche Krankheit, die chronische Schmerzen mit sich bringt. Die ersten Symptome tauchten im Alter von 16 Jahren auf und wurden immer unerträglicher. Es folgte ein jahrelanger Untersuchungsmarathon, zahlreiche Therapien scheiterten. Letztendlich wurde Heidi mit Schmerzmitteln und Antidepressiva nach Hause geschickt, sie müsse nun mit den Schmerzen leben wurde ihr gesagt. Anstatt aufzugeben begann sie Tai Chi und Qi Gong zu lernen mit nachhaltigem Erfolgen. Die Schmerzen wurden weniger, die Entzündungswerte normalisierten sich. Heute lebt Heidi ein beschwerdefreies, aktives Leben ohne Medikamente und deren erheblichen Nebenwirkungen.

Erfolg durch Beständigkeit

Doch kamen die Erfolge nicht über Nacht, regelmäßiges Üben führte zum Erfolg. Von Rückschlägen lies sich Heidi nicht entmutigen, denn sie spürte die positiven Veränderungen von Anfang an. Eine wahre Geschichte, die zeigt welche Wirkung Tai Chi und Qi Gong auf unsere Gesundheit haben!

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