Dehnung und Öffnung, Raum für das Bewusstsein

Der Begriff Tai Chi stammt aus der taoistischen Philosophie und bezeichnet den Ursprung von Yin und Yang. Yin, weiblich, dunkel, weich, materiell, kalt und Yang, männlich, hell, hart, immateriell, heiß. Die Wechselwirkung dieser Gegensätze auf den menschlichen Körper angewandt ist was man Tai Chi Chuan (Chuan=Faust) nennt.

Natürliche Motorik

Der Grundgedanke ist, dass dieses Wechselspiel der Gegensätze der Motor für alle Vorgänge in der Natur ist. Die Bewegungen des menschlichen Körpers sind da keine Ausnahme, dieses Wechselspiel zu studieren bedeutet Tai Chi Chuan zu üben. Dazu müssen die Bewegungen vom Bewusstsein geführt sein und ohne unnötige Kraftanstrengung den Prinzipien von Yin und Yang folgen.

Meridiane

Damit das Bewusstsein den Körper führen und durchdringen kann, ist es notwendig die Energiebahnen zu dehnen und zu öffnen. Authentisches Tai Chi Chuan vermag dies, ist die Form korrekt, zieht es an allen Ecken und Enden. Taoistisches Yoga in Bewegung sozusagen. Und hier haben wir auch ein wunderschönes Beispiel für die Interaktion von Yin und Yang. Denn das Bewusstsein, das den Körper bewegt, ist hier Yang, der Körper selbst hingegen Yin. Yang Energie bewegt den Körper, Yin nährt diese Energie und stellt das Gefäß zur Verfügung. Der Bewegungsapparat selbst funktioniert, weil er harte und weiche, starre und flexible Elemente hat, die zusammenspielen. Auf der einen Seite die Knochen und Gelenke, auf der anderen die Bänder Sehnen und Muskeln.

Unverwüstlich

Durch das Üben von Tai Chi verstärkt man einerseits die gegensätzlichen Eigenschaften der Strukturen und optimiert andererseits ihre Wechselwirkung. Im Klartext: Die Knochen werden härter, die Sehnen, Bänder und Muskeln weicher. Die Erhöhung der Knochendichte ist mittlerweile durch wissenschaftliche Studien belegt.

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